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Die Flamme der Hoffnung - The Flame Of Hope e.V.
 

Die Flamme der Hoffnung - The Flame Of Hope e.V. schafft für Menschen mit kranken/ verstorbenen Kindern/ Jugendlichen in der Öffentlichkeit Bewusstsein und holt sie aus dem Verborgenen heraus. Die Flamme der Hoffnung - The Flame Of Hope gibt den Betroffenen die Hoffnung zurück, die sie selbst jeden Tag an andere verteilen. Diese Menschen brauchen unsere materielle, finanzielle und ideelle Hilfe.

Das Anliegen der Flamme der Hoffnung - The Flame Of Hope richtet sich an kranke Kinder/ Jugendliche und an alle Menschen mit kranken/ verstorbenen Kindern/ Jugendliche, an ihr Umfeld und an die ganze Gesellschaft.

Die Flamme der Hoffnung - The Flame Of Hope e.V. ist kein Zeichen einer bestimmter Religion, eines Glaubens, einer Weltanschauung, einer parteipolitischen Ausrichtung oder einer Nationalität, sondern ein Zeichen zur Förderung einer menschlicheren, hoffnungsvolleren, toleranteren und an der Nächstenliebe ausgerichteten Gesellschaft.

   

Realität tut der Seele gut (30.11.2015 14:00:00)

Ein Kind verändert das Leben der Eltern radikal. Schon vor der Geburt beeinflusst das ungeborene Kind die ganze Familie auf unterschiedlichste Art und Weise. Fast alles dreht sich um den Neuankömmling und die Vorfreude ist groß. Aber wie gehen Eltern mit dieser Freude um, wenn sich Schmerz, Wut, Zorn und Traurigkeit in das Gefühl der Freude mischen, weil das eigene ungeborene/geborene Kind krank ist. Die ganze Welt steht Kopf, wenn die Gesundheit und das Leben des Kindes in Frage gestellt werden. Eltern brauchen in dieser Situation Ehrlichkeit, damit sie mit dieser Situation umgehen können. Sie brauchen Menschen an ihrer Seite die es radikal ehrlich zu ihnen meinen. Diese Ehrlichkeit schmerzt zu Beginn, aber sie hilft mit der Realität umgehen zu können. Sie hilft nicht von einem Extrem ins nächste Extrem zufallen. Eltern haben es schwer in einer solchen Situation. Kein Menschen kann wirklich nachfühlen, wie es Eltern mit einer solchen Diagnose geht. Jedes Familienmitglied geht unterschiedlich damit um, deshalb ist es wichtig sich mit aller Offenheit diesem Thema zu stellen und um den betroffenen Familien die Chance zu geben ihren Weg mit den Ereignissen finden zu können.  So können betroffene Familien selbst entscheiden, welche Schritte sie langsam nacheinander gehen können und möchten. Für mich ist Ehrlichkeit der Schlüssel einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes und der ganzen Familie.

Dazu kommt der Umgang der Gesellschaft mit diesen Familien. Der Umgang mit Familien von kranken Kindern ist schon für viele Menschen schwer. Aus Unsicherheit und aus der Angst heraus wird vielen betroffenen Familien aus dem Weg gegangen. Oft kommt die Aussage „Damit möchte ich nichts zu tun haben!“ Diesen Menschen kann ich nur eines entgegensetzen: „Das wollen betroffene Eltern auch nicht, aber sie müssen sich der Realität stellen.“  Kranke Kinder sind leider immer noch ein Tabuthema. Über dieses Thema wird nicht gerne und schon gar nicht öffentlich gesprochen.

Noch extremer wird es bei verstorbenen Kindern. Eltern schweigen meisten, dass ihr geliebtes Kind verstorben ist. Vor allem wenn es schon einige Zeit zurückliegt. Für Trauer ist im Umfeld der Familie kein Platz. Freunde, Familie und Arbeitgeber bestimmen, wollen bestimmen, wann die Zeit zum Trauern da ist und wie lange diese anhalten darf. Ob Vater, ob Mutter, oder Geschwister, jeder begeht seinen Weg der Trauer individuell und hat zudem ein Recht darauf diesen selbst zu bestimmen und zu gestalten.  Nur gelebte Trauer eröffnet neue Horizonte. Nicht gelebte Trauer kann krank machen. Der Tod eines Menschen gehört nicht in den öffentlichen Blick, erst Recht nicht wenn es um verstorbene Kinder geht – so ist es oft zu hören.

Auch in verschieden Einrichtungen wird eine falsche Rücksichtnahme spürbar. Für kranke Kinder gelten andere Umgangsregel, als für verstorbene Kinder. Plötzlich wird unbewusst eine Wertung vorgenommen. Verstorbene Kinder werden zur Privatangelegenheit und werden aus dem Blickfeld genommen mit der Begründung, man möchte betroffene Eltern mit kranken Kindern nicht noch weiterbelasten.

Hier wird vermittelt, dass der Mensch dem Tod ausweichen kann. Der Tod eines Menschen gehört zum Leben eines Menschen genauso dazu wie die Geburt eines Kindes. Natürlich ist es noch einmal schwerer diese Gegebenheit beim Tod eines Kindes anzunehmen. Es ist aber die unausweichliche Situation. Ein bewusst machen dieser Gegebenheit lässt das Leben intensiver spüren und erleben. Nur ein Leben in der Realität kann meiner Meinung nach, den Umgang erleichtert. Der Tod ist keine Eigenschaft für bestimmte Kreise, wie zum Beispiel Hospize oder den Kirchen. Die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens gehört in die Mitte der Gesellschaft. Ich würde sogar so weit gehen wollen, der Umgang mit dem Tod ist für mich ein Anzeichen dafür, wie die Gesellschaft insgesamt mit dem Leben umgeht. Was im Großen gilt, gilt auch im Kleinen. Der Umgang mit dem Tod ist für mich ein Spiegelbild eines Hauses bzw. einer Einrichtung.

Gerade öffentliche Einrichtungen und Kinderkliniken haben eine besondere Aufgabe in diesem Feld. Sie sollten mit großem Beispiel vorausgehen und das Tabuthema „krankes Kind und verstorbenes Kind“ herausholen aus diesem Tabu. Sie sollten öffentlich, klar und deutlich zeigen: Wir nehmen betroffene Familien ernst… Wir kämpfen für euer krankes Kind und stehen euch ohne Einschränkung zur Seite, wenn euer Kind verstirbt. Wir machen euch nichts vor. Wir erkennen das Leben an mit all der Vergänglichkeit.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr/ Euer

P. Engelbert Petsch

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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